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Fußschmerzen an der Außenseite: 4 Ursachen und was dir wirklich Druck nimmt

2. Okt.
4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 4. Okt.

Füße überkreuz barfuß


Stopp. Bevor du weiterliest: Wenn du diesen Artikel gefunden hast, hast du wahrscheinlich schon einiges probiert.

Einlagen, Dehnen, vielleicht sogar Stoßwellen.

Und trotzdem kommt der Schmerz an der Außenseite immer wieder.

In diesem Artikel erfährst du, woher er häufig kommt, wie du selbst einen ersten Hinweis findest und was dir wirklich Druck nimmt. Ohne Fachchinesisch, versprochen.


Kennst du das?

Es fängt meistens harmlos an. Ein leichtes Ziehen an der Außenkante, nach einem langen Tag oder beim Sport. Die ersten Anzeichen sind da, aber wir ignorieren sie. Wir halten durch. Wird schon wieder.

Genau das erlebe ich bei meinen Kundinnen und Kunden immer wieder. Und genau deshalb wird aus einem kleinen Ziehen oft ein Schmerz, der bleibt.


Woher kommen die Fußschmerzen an der Außenseite?


1. Zugspannung durch Fehlhaltung. Das ist aus meiner Erfahrung der häufigste Grund. Wenn du schief stehst oder dein Fuß beim Gehen zu stark nach außen kippt, ziehen bestimmte Muskeln und Sehnen dauerhaft stärker als andere. Ein wichtiger Satz aus dem Haltungscode: Bewegungsqualität beginnt an den Füßen.

Wenn du hier an der Basis schief bist, multipliziert sich das nach oben. Wie der schiefe Turm von Pisa.

2. Überlastung. Zu viel, zu schnell, zu oft. Besonders betroffen sind dann häufig die Peronealsehnen. Das sind die Sehnen, die außen am Knöchel entlang bis zur Fußaußenkante laufen und deinen Fuß beim Auftreten stabilisieren. und auch kein Ausgleich für den Alltag. Du trainierst während des Tages mit dem was du jeden Tag über Stunden machst deinen Körper. Er braucht aber irgendwann einen Ausgleich.

3. Ein altes Umknicken. Viele haben sich irgendwann einmal den Fuß vertreten und es längst vergessen. Der Körper vergisst es nicht so schnell und schützt die Stelle oft noch lange, indem er anders belastet.

4. Schuhe. Schuhe, die vorne zu eng sind, oder Sohlen, die schon schief abgelaufen sind, drücken deinen Fuß Schritt für Schritt in eine Richtung, die er nicht mag.



Mehr ist nicht immer besser

Ich hatte einmal eine Kundin mit einer Schienbeinentzündung. Sie ist trotzdem jeden Tag Rad gefahren, mehrere Kilometer gelaufen und hat abends noch Yoga gemacht. Sie wollte alles richtig machen und hat ihrem Körper damit keine Chance gegeben.

Sie hat über viele monatelang Arztbesuche und Physioeinheiten absolviert.

Genau so entsteht auch an der Außenseite des Fußes oft eine Überlastung: nicht durch Faulheit, sondern durch zu viel guten Willen.


Hier kommst du zum Artikel: Fußschmerzen beim Gehen


Ein kleiner Test: Dreh mal deine Schuhe um

Nimm deine Lieblingsschuhe, die du am meisten trägst, und schau dir die Sohlen an.

  • Ein bisschen abgelaufen außen an der Ferse? Das ist normal. Die Ferse setzt beim Gehen leicht außen auf.

  • Ist die Sohle aber die ganze Außenkante entlang bis nach vorne schief abgelaufen? Dann ist das ein Hinweis, dass du beim Gehen über die Außenkante rollst, statt in Richtung großer Zeh abzurollen.

  • Sind die beiden Schuhe unterschiedlich abgelaufen? Auch das verrät dir etwas über deine Mitte.

Eine Diagnose ist das nicht. Aber ein erster Hinweis, den du in 30 Sekunden selbst findest.


Was dir wirklich Druck nimmt

Meine Reihenfolge ist immer dieselbe:

  1. Erst ärztlich abklären lassen. Gerade an der Außenseite kann auch mal ein Band oder ein Knochen betroffen sein. Das muss ausgeschlossen sein, bevor du übst.

  2. Dann die Spannung rausnehmen. Ein verspannter Fuß kann seine Form nicht wiederfinden. Sanfter Druck mit einem Faszienball unter der Fußsohle ist ein guter Anfang, genau dafür ist mein Fuß-Blitz gemacht.

  3. Dann Beweglichkeit und Kraft, als Mischung. Ein Fuß braucht beides: Er muss sich bewegen können und stark genug sein, dich zu tragen. Ein einfacher Einstieg ist der Einbeinstand, den ich dir im Artikel [Link: Fußschmerzen beim Gehen – 2 Tests] zeige.

Und ganz wichtig: die richtigen Übungen, richtig dosiert. Nicht 50 Übungen von YouTube, sondern wenige, die zu deinem Fuß passen, und die regelmäßig.

Mein Mini Sofa Tipp: Leg die Beine hoch und bewege deine Füße im Freestyle Modus. Aber bewege sie. Auch die Zehen. Fühle mal rein und schau, wo sich da überall was meldet. DU wirst erstaunt sein.


Und wenn du nichts tust?

Der Körper findet immer Lösungen. Nicht immer gute.

Wenn die Außenseite schmerzt, weichst du unbewusst aus. Du gehst anders, belastest anders, und andere Stellen müssen mehr arbeiten. Im Fuß, im Knie, in der Hüfte. Aus einem kleinen Ziehen wird so schnell ein Muster, das sich festsetzt.

Und irgendwann fragst du dich: Warum bin ich eigentlich so unsicher auf den Beinen geworden?


Wann du zum Arzt gehen solltest

Lass deinen Fuß ärztlich anschauen, wenn:

  • du umgeknickt bist und der Fuß geschwollen oder blau ist,

  • du einen stechenden, punktgenauen Schmerz direkt am Knochen spürst, zum Beispiel am Mittelfußknochen unter dem kleinen Zeh, besonders wenn du deine Belastung vorher gesteigert hast,

  • du nicht mehr richtig auftreten kannst,

  • die Schmerzen länger als ein paar Tage anhalten oder stärker werden,

  • Kribbeln oder Taubheit dazukommen.

Erste Anlaufstelle ist dein Hausarzt oder ein Orthopäde.



Fang klein an, aber fang an

Fußschmerzen an der Außenseite sind kein Zufall. Sie sind ein Hinweis. Dein Körper spricht mit dir, lange bevor es richtig wehtut. Wenn du ihm zuhörst, verändert sich nicht nur dein Fuß, sondern deine ganze Haltung.

Der einfachste erste Schritt: Mein Fuß-Blitz. Rund 4,5 Minuten, kostenlos, und du kannst noch heute damit starten.


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We hier schreibt:

Petra Rimek, (mehr über mich)

mehrfache Weltmeisterin im Tanzsport,

ausgebildet auf der Deutschen Sporthochschule Köln,

in der Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht.

sowie weitere Fachausbildungen in Yoga und Fitness.



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